Unsere Philosophie

Warum gibt es uns, 

wie kam es dazu 

und was sind unsere Ziele.

Das alles erfahrst du hier!

Warum?

Tierschutz ist heute wichtiger denn je.
Noch nie war es so leicht, Wissen zu teilen, aufzuklären und Menschen zu erreichen. Genau das möchten wir nutzen – für Tiere, die in unserer Gesellschaft oft übersehen oder missverstanden werden: Kaninchen.

Zwischen Nutztier und vermeintlichem „Kuscheltier“ für Kinder haben Kaninchen ihren wahren Platz verloren.
Sie werden geschlachtet, isoliert gehalten oder in kleinen Ställen mit Trockenfutter und Trinkflaschen untergebracht – weil man glaubt, es sei ausreichend. Doch das ist es nicht.

Kaninchen sind keine Dekoration.
Sie sind keine Spielzeuge.
Und sie sind keine anspruchslosen Haustiere.

Sie sind hochsoziale Wesen, die den Kontakt zu Artgenossen brauchen.
Sie benötigen viel Platz, strukturierte Lebensräume und eine artgerechte, frische Ernährung.
Sie sind Fluchttiere – hochsensibel, wachsam und nicht dafür gemacht, auf dem Arm getragen oder bedrängt zu werden.

Die Gesellschaft hat aus ihnen etwas gemacht, das sie nicht sind.
Und genau dieses Bild möchten wir verändern.

Unser Verein steht für Aufklärung, Verantwortung und echtes Hinschauen.
Wir informieren über artgerechte Haltung und zeigen, was Kaninchen wirklich brauchen.
Gleichzeitig retten wir Tiere aus schlechter und nicht artgerechter Haltung, versorgen sie medizinisch und geben ihnen die Chance auf ein sicheres, glückliches Leben.

Wir tun das, weil Kaninchen mehr sind.
Und weil sie es wert sind, gesehen zu werden.

Unser Ziel!

Unser Ziel ist es, das Bild vom Kaninchen in unserer Gesellschaft nachhaltig zu verändern.

Wir möchten erreichen, dass Kaninchen nicht länger als anspruchslose Haustiere oder reine Nutztiere gesehen werden, sondern als das, was sie sind: soziale, sensible und komplexe Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen.

Wir setzen uns dafür ein,
– dass artgerechte Haltung zum Standard wird
– dass Einzelhaltung der Vergangenheit angehört
– dass Ernährung, Platzbedarf und Sozialverhalten ernst genommen werden
– und dass Aufklärung selbstverständlich wird

Langfristig wünschen wir uns eine Welt,
in der Kaninchen nicht gerettet werden müssen,
weil sie von Anfang an richtig verstanden und gehalten werden.

Bis dahin bleiben wir laut, sichtbar und engagiert –
für jedes einzelne Kaninchen.

Unsere Pflegestelle ist das Herzstück unseres Vereins. Hier werden unsere Schützlinge täglich artgerecht versorgt, beobachtet und betreut.

Tagsüber haben unsere Kaninchen freien Zugang zu unserer großen Gruppenwiese. Dort können sich – mit Ausnahme der Tiere in Quarantäne – alle begegnen und gemeinsam den Tag genießen. Die Gruppen sind unterschiedlich groß und bestehen aus Kaninchen verschiedener Altersklassen.

Nachts zieht jedes Kaninchen mit seiner selbst gewählten Gruppe in eines der jeweiligen Häuschen ein. Möchte ein Tier die Gruppe wechseln, darf es das – sofern es von den anderen Kaninchen aufgenommen wird. So entstehen soziale Strukturen ganz natürlich.

Unsere Ställe sind unterschiedlich groß und bieten verschiedene Ebenen sowie Rückzugsmöglichkeiten. Tagsüber können sich die Kaninchen jederzeit dorthin zurückziehen, wenn sie Ruhe suchen.

Bei uns dürfen Kaninchen einfach Kaninchen sein.
Sie dürfen buddeln, graben und ihr natürliches Verhalten ausleben. Die entstandenen Löcher werden regelmäßig verschlossen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Frisches Wasser steht jederzeit in Näpfen bereit. Hochwertiges Heu gibt es unbegrenzt, und frisches Grünfutter wird mehrmals täglich gefüttert.

Zusätzlich verfügen wir über eine Quarantänestation für Neuaufnahmen oder kranke Tiere, die eine engmaschige medizinische Betreuung benötigen. Diesen Bereich möchten wir künftig weiter ausbauen, um die Versorgung noch besser gewährleisten zu können – ein wichtiges Projekt für unseren Verein.

Hast du Fragen oder möchtest dir unsere Pflegestelle vor einer Abgabe oder Vermittlung ansehen?
Melde dich gerne per E-Mail bei uns, damit wir einen Termin vereinbaren können.

Ein unangekündigtes Betreten des Grundstücks ist jedoch nicht gestattet. Zum Schutz unserer Tiere sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Unsere Pflegestelle

Die Geschichte unseres Vereins beginnt mit Anni.

Sie wuchs im Osten Deutschlands auf, wo Kaninchen ganz selbstverständlich zur Selbstversorgung gehörten. Ihre Oma hielt Kaninchen zum Schlachten – etwas, das sie als Kind nicht bewusst hinterfragte. Krankheiten wie Myxomatose oder RHD führten immer wieder dazu, dass Tiere getötet werden mussten. Damals war das „normal“.

Auch ihr Vater hielt Kaninchen – zunächst in einem sehr kleinen Käfig, später sogar in einem alten Trabbi. Schon als kleines Mädchen suchte Anni immer wieder die Nähe zu den Tieren, verbrachte Zeit bei ihnen und baute eine stille Verbindung auf.

Nach der Wende zog die Familie in eine neue Heimat und erneut wurden Kaninchen angeschafft. Sie bekamen Nachwuchs – doch das Muttertier tötete alle ihre Jungen. Heute wissen wir, dass Stress und schlechte Haltungsbedingungen solche Tragödien begünstigen können. Für ein zehnjähriges Mädchen war es vor allem schmerzhaft und unverständlich.

Später, als Anni ihren Mann Marcel kennenlernte, zog ihr erstes eigenes Kaninchen ein: Glupschi.
Er lebte zunächst in freier Wohnungshaltung, später im Garten. Anni begann, sich intensiver mit artgerechter Haltung auseinanderzusetzen. Glupschi wurde regelmäßig geimpft – vieles wurde bereits bewusst gemacht, auch wenn das „gute alte Trockenfutter“ noch Teil der Haltung war.

Als Glupschi eines Tages verschwand – vermutlich von einem Raubtier geholt – blieb eine Lücke.
Und für eine Zeit rückten Kaninchen aus ihrem Leben in den Hintergrund.

Unsere Anni

Vor etwa fünf Jahren lernte Anni Gabi kennen, die im Tierschutz aktiv war.
Gabi kam zunächst zu ihr, um eine Vorkontrolle für eine Katze durchzuführen. Wenig später besuchte Anni sie zuhause – und sah etwas, das alles veränderte:

Zwei Riesenkaninchen lebten dort in einem eigenen Zimmer.

Anni war beeindruckt. Nicht nur von der Haltung selbst, sondern von der Selbstverständlichkeit, mit der Gabi diesen Tieren Raum gab – obwohl sie selbst nicht viel Platz hatte.

Diese Begegnung war der Auslöser.
Anni begann, sich intensiv mit artgerechter Kaninchenhaltung zu beschäftigen. Sie las, recherchierte, lernte dazu – und stellte vieles von dem infrage, was sie aus ihrer Kindheit kannte.

Als sie schließlich ihre ersten Riesenkaninchen aus schlechter Haltung rettete, war es um sie geschehen.
Was als Neugier begann, wurde zur Überzeugung.
Und aus Überzeugung wurde Verantwortung.

Von da an nahm alles seinen Lauf...

Anni's Team

Nina, 49 Jahre alt, aus Bremervörde. 

Ich lebe mit vier Kaninchen, einem Hund und zwei Katzen zusammen. Zu den Kaninchen kam ich durch ein Notfalltier – in kurzer Zeit habe ich viel gelernt, vor allem, wie sensibel und sozial Kaninchen sind. Seitdem setze ich mich dafür ein, dass sie ernst genommen und artgerecht gehalten werden.

Jana, 32 Jahre alt, aus Geversdorf.

Ich lebe mit einer Gruppe von zehn Kaninchen zusammen – darunter auch einige Halbwilde, die mir jeden Tag zeigen, wie sensibel und eigenständig diese Tiere sind.

Tierschutz bedeutet für mich, mich für diejenigen einzusetzen, die keine Stimme haben. Kaninchen werden oft unterschätzt oder falsch gehalten – genau das möchte ich ändern.

Erika, 70 Jahre alt, aus Lamstedt.

Ich lebe mit fünf Katern zusammen und habe Anni eher zufällig über ihren Mann kennengelernt, als ich eine Urlaubsbetreuung für meine Tiere suchte.
Die Chemie hat sofort gestimmt. Inzwischen habe ich selbst ältere Kaninchen von ihr übernommen und unterstütze sie bei der Urlaubsbetreuung ihrer Tiere.

Denise, 30 Jahre alt, aus Stade.

 

Text folgt...

Pascal, 32 Jahre alt, aus Stade.

Bei meiner Frau und mir leben derzeit vier Kaninchen in freier Wohnungshaltung.

Früher hatte ich mit Kaninchen eigentlich keine Berührungspunkte. Erst durch meine Frau bin ich mit ihnen wirklich in Kontakt gekommen – und musste mich zunächst einmal auf sie einlassen.

Heute kann ich sagen: Diese wundervollen, sozialen Tiere sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für mich gehören sie längst zur Familie.

Umso schöner ist es für mich, Teil von all dem zu sein und mich gemeinsam für sie einzusetzen.

Vita, 59 Jahre alt, aus Armstorf.
Durch Zufall bin ich im Vorstand unseres Vereins gelandet und freue mich inzwischen sehr darüber, zu diesem tollen Team zu gehören.
Ich habe früher Zwergkaninchen gehabt und bin nun bei Degus gelandet, aber liebe unsere ,,Ninchen'' genauso.
Bei mir wohnt jetzt der dritte Hund aus dem Tierschutz und ich finde, was Menschen Tieren Schlimmes antun, muss man ein wenig versuchen, wieder gut zu machen. Auch Tiere haben eine Seele!

Jessica, 34 Jahre alt, aus Heinbockel.
Bereits mein erstes Kaninchen hab ich vor nun fast 15 Jahren aus vernachlässigter Haltung aufgenommen. Seit her setze ich mich nicht nur für den Schutz von Kaninchen ein sondern im Tierschutz allgemein. 
Kaninchen sind stark unterschätzte Tiere und wir sind es den sensiblen Wesen schuldig, auf ihre artgerechte Haltung aufmerksam zu machen und aufzuklären. Mit dem Verein artgerechte Kaninchenliebe e.V. habe ich Gleichgesinnte gefunden. Wir alle verknüpfen verschiedene Stärken für ein besseres Tierwohl.

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